Praxisbeispiele

Schnelle Hilfe rund um die Uhr

Ein Unfall im Ausland kann jederzeit passieren. Wie rasch, effektiv und dabei überaus flexibel die Mitarbeiter der medizinischen Assistance dann Hilfe leisten, illustriert folgendes reales Fallbeispiel.

Sonntagabend, 19:25 Uhr: Ein neuer Fall geht ein. Einem 40-jährigen Urlauber ist beim Anlegemanöver eines Segelschiffes im Hafen von Swinemünde in Polen die rechte Hand zwischen Schiffswand und Kaimauer völlig zerquetscht worden. Er wird gerade mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Stettin gebracht. Die Kollegin der medizinischen Assistance nimmt alle Daten auf.
20:00 Uhr: Der medizinische Dienst der almeda kontaktiert das Krankenhaus Stettin. Der behandelnde Arzt glaubt, wenigstens drei Finger retten zu können. almeda hält Rücksprache mit der Unfalltraumatologie der Medizinischen Hochschule Hannover, prüft die Qualität der Versorgung und kann Entwarnung geben: hochqualifizierte Handchirurgen sind vor Ort.
20:45 Uhr: Der polnische Arzt wird wegen eines Notfalls abgezogen, der Patient muss sofort nach Berlin verlegt werden. Die medizinische Assistance übernimmt. Der Mann soll mit dem Krankenwagen in ein grenznahes Krankenhaus mit Hubschrauberlandeplatz gebracht werden. Hubschrauber und Krankenwagen werden alarmiert.
21:15 Uhr: Plötzlich ein Problem: Weder Krankenwagen noch Hubschrauber dürfen ohne Genehmigung die Grenze überqueren und diese einzuholen würde Stunden dauern - Zeit, die nicht verloren werden darf.
21:30 Uhr: Auf der fieberhaften Suche nach einer Hubschrauber-Landemöglichkeit an der deutsch-polnischen Grenze macht die medizinische Assistance einen LKW-Parkplatz ausfindig, der allerdings bis auf den letzten Platz zugeparkt ist. Die Assisteure alarmieren die zuständige Rettungsleitstelle und sorgen dafür, dass ein Polizeieinsatzkommando den Parkplatz räumen lässt.
21:45 Uhr: Eine polnisch sprechende Kollegin organisiert einen Krankenwagen, der den Patienten bis zum Parkplatz bringt. Der Mann und seine Lebensgefährtin werden informiert und schon geht es los.
22:00 Uhr: Hubschrauberpilot und Notärztin sitzen bereits in der Maschine und erwarten den Transport. Zusätzlich wurde ein deutscher Krankenwagen organisiert. Auch die Feuerwehr ist alarmiert und beleuchtet den Parkplatz für die Landung.
22:45 Uhr: Die Übergabe klappt präzise wie geplant.
23:25 Uhr: Der Patient liegt in Berlin auf dem Operationstisch.
05:30 Uhr: Die Operation ist abgeschlossen und war trotz des dramatischen Befundes überaus erfolgreich.
Vier Finger der schwer verletzten Hand blieben dem Patienten dank des schnellen Eingreifens der medizinischen Assistance erhalten.

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